Kindesunterhalt

Der Kindesunterhalt wird üblicherweise nach der so genannten Düsseldorfer Tabelle ermittelt. Diese wird regelmäßig zu Beginn eines  neuen Jahres aktualisiert.

Bereits hier der Hinweis: nur, wenn so genannte dynamische Titel vorliegen, erfolgt auch automatisch eine Anpassung; alle anderen Änderungen müssen selbst veranlasst werden.

Dabei sollte größten Wert auf die sorgfältige Ermittlung des Einkommens des unterhaltsverpflichteten Elternteils gelegt werden, denn nur dann kann der geschuldete Kindesunterhalt zutreffend ermittelt werden! Gerade hier passieren oft Fehler, weil nicht alle berücksichtsfähigen Werte zutreffend ermittelt und berücksichtigt wurden. Das führt zu erheblichen Fehlern bei der Festlegung des Kindesunterhalts mit weitreichenden Folgen! Gerade hier lohnt es sich im eigenen Interesse – sowohl des Berechtigten als auch des Verpflichteten – etwa bereits vorgenommene Berechnungen noch einmal unabhängig überprüfen zu lassen, egal ob um Mehrbelastungen zu vermeiden oder Mehrforderungen realisieren zu können. Erfahrungsgemäß kann festgehalten werden: je mehr Komponenten (z.B. Dienstwagen, Wohnen in der eigenen Wohnung/im eigenen Haus, Spesen und Auslösungen, Sonderzahlungen, Provisionen, zusätzliche Altersvorsorge, Auslandsentschädigungen) zu berücksichtigen sind, desto mehr Fehler schleichen sich ein. Diese gilt es (noch) rechtzeitig zu beheben!

In Ausnahmefällen ist der Kindesunterhalt nicht nach der Düsseldorfer Tabelle, sondern nach dem konkreten Bedarf des Kindes zu ermitteln, nämlich dann, wenn besonders günstige Einkommensverhältnisse vorliegen. Dann wird es richtig kompliziert und die Unterhaltsberechnung gehört definitiv in die Hände des Spezialisten – also rufen Sie an!